Die Ruinen von Awen

Das Portal

Ein Beben der Vergangenheit.

Ein Licht, das sich dem Schatten stellt.

Die Erschütterung Talundrins

In jenen Tagen bebte die Erde unter dem alten Portal von Talundrin. Aus der Tiefe brachen uralte Ruinen hervor, Zeugnisse einer vergangenen Zeit: Awens letzte Tage, uralte Zeichen, längst vergessene Kraft. Doch mit dem Öffnen der Erde drang auch etwas Dunkles empor. Am Rand des Landes, dort wo die Felder verdorrten und das Licht sich verlor, schlugen die Schatten ihr Lager auf. Eine neue Bedrohung erhob sich, alt wie die Schuld der ersten Tage.

Der Fluch des Prinzenrings

Eryndor, Hüter des Lichts, spürte den Ruf der Tiefe. Noch ehe die Nacht vollständig gefallen war, verließ er unbemerkt die Schwertwacht und traf sich am Waldrand mit einer dunklen Schamanin. Was sich dort zutrug, liegt im Nebel des Schweigens verborgen. Doch als er zurückkehrte, war er verändert: sein Blick leer, seine Worte wirr, seine Hand vom Schatten gezeichnet. Der Zorn in ihm wuchs, bis er selbst Freunde und Gefährten angriff.

Er wurde niedergerungen und in den Kerker gebracht. Die Gelehrten Norias und Lichtkundige aus allen Lagern untersuchten ihn, der Ursprung war bald erkannt: Der Prinzen Ring, einst geschmiedet in den letzten Tagen Awens, trug einen uralten Fluch in sich. Nur das Portal, durchdrungen von den Wurzeln des Lichts, konnte vielleicht Erlösung bringen.

Das Ritual der Reinigung

Bei Einbruch der Dämmerung wurde Eryndor zum Portal geführt. Trommeln schlugen, Runen leuchteten, heilige Kristalle formten einen Kreis. Der Ruf nach dem Licht erfüllte den Ort. Als der Fluch zu weichen schien, riss plötzlich dunkler Nebel aus der Erde. Ein finsterer Krieger trat hervor, von Schamanen, Orks und Schattenwesen begleitet, ein uralter Gegner, verdorben durch Hass.

Er rief: „Er darf nicht zurückkehren! Awen ist gefallen!“ und das Ritual wurde unterbrochen. Inmitten des Chaos gelang die Reinigung, doch Eryndor brach zusammen. Die Schatten hatten ihr Zeichen hinterlassen: Einige aus dem Volk trugen nun ein dunkles Mal auf ihrer Haut (Schattenmal), ein Flüstern des Schattens, das nicht mehr schwieg.

Der Fluch in der Nacht

Noch in derselben Nacht offenbarte sich ein weiterer Schatten: Einer aus Talundrin, von dunkler Kraft ergriffen, wandelte sich unter dem Ruf der Nacht. Als Werwolf gezeichnet durchstreifte er das Land, jagte, verschwand, griff an. Die Schatten trafen sich mit ihm, ein düsteres Scharmützel entbrannte. Manche trugen fortan das Zeichen des Fluchs, sichtbar auf Haut und in Geist.

Die Schatten Totems

Am nächsten Morgen fanden Späher und Weise seltsame Stelen um das Portal aufgebaut, Totems der Schatten, verdrehte Symbole, der Hüter Norias. Es waren entstellte Abbilder einstiger elfischer Schutzzeichen. Was einst heilte, verdarb nun. Diese Totems sollten die Verbindung vom Weltenbaum zum Portal zerstören und das Licht von Awen auslöschen. Das Portal sollte zerstört werden. Die Fraktionen begannen, ihre Wirkungen zu erforschen, Pergamente zu entschlüsseln, ihre Macht zu bannen. Jedes Totem barg eine verheerende Wirkung, Krankheit, Verwirrung und Flüche.

Der Bannkreis, Das Duell und die Finte

Ein großes Duell wurde angekündigt, das Duell der Freundschaft. Doch hinter dem Schein lag ein Plan: Ein Bannkreis, in dem keine Magie wirkte, wurde erschaffen. Ziel war es, die Schattenwanderer dorthin zu locken. In einer geheimen Versammlung hatten sich die Lager geeinigt, die Schatten sollten in diesen Kreis geführt und gebannt werden.

Doch sie durchschauten den Plan. Der finstere Krieger stieß einen Unschuldigen in den Kreis. Eine Schamanin verschloss ihn, und der Klingenwächter Hilas stellte sich zum Kampf. Klinge gegen Klinge, Licht gegen Schatten, bis einer fiel. Der Kreis hielt. Die Schatten zogen sich zurück. Ihre Totems wurden zerstört.

Wo Füße tanzen, erwacht das Awen

Nachdem die Schatten zurückgeschlagen und ihre Totems zerstört waren, kehrte scheinbar Ruhe in Talundrin ein. Die Aciris begannen, den Volkstanz des Lichts zu lehren: ein uralter Tanz, der Körper, Geist und Awen miteinander verbindet. Überall auf dem Platz übten sich Menschen, Elfen und Wanderer in den ersten Schritten, begleitet von Trommeln und Lachen.

Gier aus den Randlanden

Doch der Frieden währte nur kurz. Eine Gruppe zwielichtiger Gestalten: Banditen aus den Randlanden, nutzte die Unachtsamkeit und schlug plötzlich zu. Sie versuchten, das Lager zu plündern, suchten nach Edelsteinen, Gold und schwachen Seelen. Doch Talundrin war bereit. In einer entschlossenen Abwehr schlugen die Lager gemeinsam zurück. Die Diebe wurden gestellt, einige flohen, andere lagen im Staub.

Dieser letzte Überfall schweißte das Volk noch enger zusammen. Schulter an Schulter, mit Stahl und Herz verteidigten sie ihr Zuhause und das Licht.

Das Bündnis des Lichts

Mit dem Rückzug der Dunkelheit begannen die Talundriner zu tanzen. Kinder lachten, Lichter wurden entzündet. Ein letztes Mal wurde das Bündnis des Lichts erneuert: Jeder gab sein Awen dem Feuer, ein Opfer, ein Versprechen. Die Amsivaren sangen ihr Lied, die Aciris führten den Lichtertanz auf. Für einen Moment ruhte das Land.

Doch alle wussten: Dies war nur ein Kapitel. Die Schatten schlafen nie lange.

Die Ruinen von Awen Das Portal

Ein Beben der Vergangenheit. Ein Licht, das sich dem Schatten stellt.

Die Erschütterung Talundrins

In jenen Tagen bebte die Erde unter dem alten Portal von Talundrin. Aus der Tiefe brachen uralte Ruinen hervor, Zeugnisse einer vergangenen Zeit: Awens letzte Tage, uralte Zeichen, längst vergessene Kraft. Doch mit dem Öffnen der Erde drang auch etwas Dunkles empor. Am Rand des Landes, dort wo die Felder verdorrten und das Licht sich verlor, schlugen die Schatten ihr Lager auf. Eine neue Bedrohung erhob sich, alt wie die Schuld der ersten Tage.

Der Fluch des Prinzenrings

Eryndor, Hüter des Lichts, spürte den Ruf der Tiefe. Noch ehe die Nacht vollständig gefallen war, verließ er unbemerkt die Schwertwacht und traf sich am Waldrand mit einer dunklen Schamanin. Was sich dort zutrug, liegt im Nebel des Schweigens verborgen. Doch als er zurückkehrte, war er verändert: sein Blick leer, seine Worte wirr, seine Hand vom Schatten gezeichnet. Der Zorn in ihm wuchs, bis er selbst Freunde und Gefährten angriff.

Er wurde niedergerungen und in den Kerker gebracht. Die Gelehrten Norias und Lichtkundige aus allen Lagern untersuchten ihn, der Ursprung war bald erkannt: Der Prinzen Ring, einst geschmiedet in den letzten Tagen Awens, trug einen uralten Fluch in sich. Nur das Portal, durchdrungen von den Wurzeln des Lichts, konnte vielleicht Erlösung bringen.

Das Ritual der Reinigung

Bei Einbruch der Dämmerung wurde Eryndor zum Portal geführt. Trommeln schlugen, Runen leuchteten, heilige Kristalle formten einen Kreis. Der Ruf nach dem Licht erfüllte den Ort. Als der Fluch zu weichen schien, riss plötzlich dunkler Nebel aus der Erde. Ein finsterer Krieger trat hervor, von Schamanen, Orks und Schattenwesen begleitet, ein uralter Gegner, verdorben durch Hass.

Er rief: „Er darf nicht zurückkehren! Awen ist gefallen!“ und das Ritual wurde unterbrochen. Inmitten des Chaos gelang die Reinigung, doch Eryndor brach zusammen. Die Schatten hatten ihr Zeichen hinterlassen: Einige aus dem Volk trugen nun ein dunkles Mal auf ihrer Haut (Schattenmal), ein Flüstern des Schattens, das nicht mehr schwieg.

Der Fluch in der Nacht

Noch in derselben Nacht offenbarte sich ein weiterer Schatten: Einer aus Talundrin, von dunkler Kraft ergriffen, wandelte sich unter dem Ruf der Nacht. Als Werwolf gezeichnet durchstreifte er das Land, jagte, verschwand, griff an. Die Schatten trafen sich mit ihm, ein düsteres Scharmützel entbrannte. Manche trugen fortan das Zeichen des Fluchs, sichtbar auf Haut und in Geist.

Die Schatten Totems

Am nächsten Morgen fanden Späher und Weise seltsame Stelen um das Portal aufgebaut, Totems der Schatten, verdrehte Symbole, der Hüter Norias. Es waren entstellte Abbilder einstiger elfischer Schutzzeichen. Was einst heilte, verdarb nun. Diese Totems sollten die Verbindung vom Weltenbaum zum Portal zerstören und das Licht von Awen auslöschen. Das Portal sollte zerstört werden. Die Fraktionen begannen, ihre Wirkungen zu erforschen, Pergamente zu entschlüsseln, ihre Macht zu bannen. Jedes Totem barg eine verheerende Wirkung, Krankheit, Verwirrung und Flüche.

Der Bannkreis, Das Duell und die Finte

Ein großes Duell wurde angekündigt, das Duell der Freundschaft. Doch hinter dem Schein lag ein Plan: Ein Bannkreis, in dem keine Magie wirkte, wurde erschaffen. Ziel war es, die Schattenwanderer dorthin zu locken. In einer geheimen Versammlung hatten sich die Lager geeinigt, die Schatten sollten in diesen Kreis geführt und gebannt werden.

Doch sie durchschauten den Plan. Der finstere Krieger stieß einen Unschuldigen in den Kreis. Eine Schamanin verschloss ihn, und der Klingenwächter Hilas stellte sich zum Kampf. Klinge gegen Klinge, Licht gegen Schatten, bis einer fiel. Der Kreis hielt. Die Schatten zogen sich zurück. Ihre Totems wurden zerstört.

Wo Füße tanzen, erwacht das Awen

Nachdem die Schatten zurückgeschlagen und ihre Totems zerstört waren, kehrte scheinbar Ruhe in Talundrin ein. Die Aciris begannen, den Volkstanz des Lichts zu lehren: ein uralter Tanz, der Körper, Geist und Awen miteinander verbindet. Überall auf dem Platz übten sich Menschen, Elfen und Wanderer in den ersten Schritten, begleitet von Trommeln und Lachen.

Gier aus den Randlanden

Doch der Frieden währte nur kurz. Eine Gruppe zwielichtiger Gestalten: Banditen aus den Randlanden, nutzte die Unachtsamkeit und schlug plötzlich zu. Sie versuchten, das Lager zu plündern, suchten nach Edelsteinen, Gold und schwachen Seelen. Doch Talundrin war bereit. In einer entschlossenen Abwehr schlugen die Lager gemeinsam zurück. Die Diebe wurden gestellt, einige flohen, andere lagen im Staub.

Dieser letzte Überfall schweißte das Volk noch enger zusammen. Schulter an Schulter, mit Stahl und Herz verteidigten sie ihr Zuhause und das Licht.

Das Bündnis des Lichts

Mit dem Rückzug der Dunkelheit begannen die Talundriner zu tanzen. Kinder lachten, Lichter wurden entzündet. Ein letztes Mal wurde das Bündnis des Lichts erneuert: Jeder gab sein Awen dem Feuer, ein Opfer, ein Versprechen. Die Amsivaren sangen ihr Lied, die Aciris führten den Lichtertanz auf. Für einen Moment ruhte das Land.

Doch alle wussten: Dies war nur ein Kapitel. Die Schatten schlafen nie lange.